Hüpfekästchen – Fotobrief vom 17. März 2020

Seit 1997 habe ich NOCH NIE auf dem Hof meiner Praxis (und unserer früheren Wohnung) Kinder spielen gesehen. Und plötzlich war da ein Hüpfekästchen, als ich nach der Arbeit zu meinem Fahrrad ging! Der Schluss, dass da Kinder nicht in die Kita oder Schule konnten und ersatzweise auf dem Hof gespielt hatten, liegt nahe. Mir war nicht klar, dass die Kinder heutzutage überhaupt noch "Hüpfekästchen" spielen - "Himmel und Hölle" sagt Andres. Und was sagt Wikipedia?

"Hickelkasten oder Himmel und Hölle ist ein Hüpfspiel, für das es zahlreiche landschaftliche Bezeichnungen gibt, beispielsweise Hopse (Berlin), Tempelhupfen (Tirol), Humpelchen (Hinterpommern), Hippelheisje (Saarbrücken), Reise zum Mond, Paradiesspiel, Hinkekasten, Hüpfe-, Huppe- oder Hüppekästchen, Hickelsches, Hickeln, Hickerles, Hinkepinke oder Hinkeln. Himmel und Hölle ist ein einfaches Kinderspiel, das mit beliebig vielen Teilnehmern, aber auch alleine gespielt werden kann. Zusammen mit dem Gummitwist ist es ein häufiges Hüpfspiel auf Schulhöfen."

Aha - "häufig auf Schulhöfen"! Gummitwist kenne ich auch noch. In beidem war ich übrigens nie gut (ehrlich gesagt: schlecht). Wie ist das bei Euch? Welchen der Begriffe kennt Ihr? Wird das heutzutage wirklich noch (wieder?) häufig gespielt?

Ergänzung meines Bruders Michael: "Beigefügte Szene eingefangen Oktober vergangenen Jahres im Nepal (!). Was spielen die da? Hopse! Ich war total gerührt, dass man anscheinend überall auf der Welt die gleichen Spiele kennt. Und natürlich sofort daran erinnert, als ich deinen Brief heute las. Danke dafür! Ansonsten: hatten wir da nicht Zahlen drin stehen und das Spiel "Zahlenhopse" oder so ähnlich genannt? Und schlecht war ich darin genauso. Gerne kannst du das Foto mit wem auch immer teilen."

Hier ist es - vielen Dank dafür:

 

1 Antwort

  1. catharina
    Ihr Lieben, ich bin ja überwältigt von der Resonanz auf das Hüpfekästchen - herzlichen Dank dafür! Hier einige Rückmeldungen und oben füge ich noch das von meinem Bruder Michael erwähnte Foto aus Nepal ein. Obwohl wir beide aus dem gleichen Stall in Magdeburg kommen, kennt er es als Zahlenhopse und ich als Hüpfekästchen und Jutta, eine frühere Kollegin von mir, ebenfalls aus Magdeburg, nennt es Hüppeding. U.: Das Bild erinnert mich an “heile Welt“ von früher... Ich wusste auch nicht, dass Kinder das Hüpfspiel heute noch spielen. H.: Danke für Deine Info und die äusserst gelungene Himmel- Hölle - Huepfspiel ablenkung! J.: In Magdeburg hieß das "Hüppeding" und ich habe es oft als Kind behüpft. Mir sind übrigens heute auch draußen spielende Kinder ohne Beisein der Eltern aufgefallen. Ein richtig seltenes, schon fast seltsames Ereignis. G.: Das Hinkeln hieß in meiner Kindheit humpeln. Es lief bei gleichem Kasten anders ab. Da wurde mit einem Fuß die Scherbe eines Dachziegels (schön flach) mit einem Fuß von Kästchen zu Kästchen geschoben. Wie das mit dem "Häuschen" war, weiß ich nicht mehr. Muss mal meine Cousine fragen. Man konnte nämlich ein Kästchen als Haus erwerben. Dann mussten die Mitspieler ihren Humpelstein drüber "schießen" und mit einem Fuß drüber hüpfen. Unsere Kinder haben es anders gemacht. Wer die meisten "Häuschen" hatte, war Gewinner. Ich würde mich über jeden "Newsletter" freuen liebe Catha. S.: Ja, kenne ich auch, bei uns hieß das HOPSE. Allerdings war das eher ein Spiel, bei dem die Jungs den Mädchen zuschauten - und dann doch lieber INDIANER spielten. Erstaunlich und schön, dass Kinder heute - zusätzlich zu Touchscreens - noch mit Kreide umgehen können... M.: Beigefügte Szene eingefangen Oktober vergangenen Jahres im Nepal (!). Was spielen die da? Hopse! Ich war total gerührt, dass man anscheinend überall auf der Welt die gleichen Spiele kennt. Und natürlich sofort daran erinnert, als ich deinen Brief heute las. Danke dafür! Ansonsten: hatten wir da nicht Zahlen drin stehen und das Spiel "Zahlenhopse" oder so ähnlich genannt? Und schlecht war ich darin genauso. Gerne kannst du das Foto mit wem auch immer teilen.

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