Fotobrief vom 7. April 2020 – Supermond

Heute nacht ist Vollmond. Es handelt sich dabei um einen Supermond. Das Wort klingt bedeutungsvoller, als das Ereignis ist. In der Astronomie ist „Supermond“ kein anerkannter Begriff, deshalb gibt es auch keine offizielle Definition dieses Phänomens. Supermond bedeutet lediglich, dass der Mond der Erde besonders nahe ist (höchstens 360 000 Kilometer vom Erdmittelpunkt entfernt) und dadurch größer erscheinen soll. Ich hatte beim Thema der Sonnenfinsternisse und Ringsonnenfinsternisse bereits beschrieben, dass durch die unterschiedliche Entfernung des Mondes von der Erde der Durchmesser der sichtbaren „Mondscheibe“ variieren kann.

Ich wollte den Vollmond heute bei voraussichtlich klarem Himmel sowieso fotografieren und habe erst hinterher gelesen, dass es ein Supermond sein soll. Es war mir beim Fotografieren nicht aufgefallen, dass der Mond besonders groß gewesen sein soll. Allerdings ist er auch erst in einiger Höhe über dem Horizont sehr blass aus einer Dunstschicht heraus erschienen:

Für die folgende Mondaufnahme habe ich ein besonderes Verfahren der Bildbearbeitung verwendet, das so genannte Stacking. Ich habe vom Stativ aus mit einem Teleobjektiv insgesamt ungefähr 30 Aufnahmen vom Mond mit gleicher Einstellung gemacht. Die Software legt diese Bilder übereinander und arbeitet Schärfe und Details heraus. Das Ergebnis ist beeindruckend, hier ist es:

Herzliche Grüße und gute Nacht, Catharina

 

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