Fotobrief vom 31. März 2020 – Polarlichter

Guten Abend, zunächst herzlichen Dank für die vielen Rückmeldungen auf meine Fotobriefe, über die ich mich immer wieder sehr freue und die mich zum Weitermachen motivieren. Unter dem Thema „Corona mal anders“ habe ich Euch bereits totale und Ringsonnenfinsternisse und eine besondere Polarlichtform gezeigt, die Corona. Versprochen habe ich Euch Fotos weiterer Polarlichtformen (Bogen, Bänder und Vorhänge), die ich jetzt zusammengestellt habe. Der Brief wird heute daher etwas länger als üblich.

Hier zunächst ein schöner kleiner Text über die Polarlichtformen (Andreas Pfoser, 26. Februar 2018, www.auroraborealis.at): Polarlichter zeigen sich in so vielfältigen Formen, dass jeder glückliche Beobachter sicher sein kann, einem einmaligen Ereignis beizuwohnen, das sich im Detail zu keinem anderen Zeitpunkt mit gleichem Ablauf wiederholen wird. Befindet man sich zum Beispiel im Norden Lapplands oder in Island, so wird man bei geomagnetisch ruhigen Verhältnissen Richtung Norden den ruhigen Polarlichtbogen erkennen, meist sanft leuchtend gelbgrün. Bei größerer Aktivität entwickeln sich Bänder in Form von Schleifen, Spiralen oder Wellen. Besonders beeindruckend sind jedoch die gewaltigen Vorhänge, die am Nachthimmel zu hängen scheinen und in einem lautlosen Wind flattern. Manchmal zieren Schleier oder Strahlen das Firmament, die vorübergehend so hell werden können, dass selbst auffällige Sterne verblassen. Die Krönung eines Aurorasturms ist jedoch die Corona, ein prächtiges aktives Polarlicht senkrecht über dem Beobachter, welches einen unvergessenen Einblick in das Innere dieser Erscheinung gewährt.

Ich beginne mit drei Fotos, die ich den Filmen meiner kleinen GoPro entnommen habe und die uns bei minus 25 Grad Celsius in Aktion auf dem zugefrorenen Torneträsk zeigen. Wir tragen Polarkleidung, Polarschuhe und Heizpacks. Insgesamt sind mit der GoPro drei Kameras auf Stativen am Start, denen habe ich auch Heizpacks und Objektiv-Heizbänder gegönnt. Vor dem rechten Stativ ist ein Plastikschlitten geparkt, den wir in einem Skigebiet ausgeliehen hatten und auf dem das schwere Zeug über den See durch den Schnee gezogen wurde.

Der Vollständigkeit halber hier noch zwei wunderschöne Polarlicht-Coronen. Auf dem rechten Foto könnt Ihr mittig das Sternbild des großen Wagens sehen:

Es folgen Bögen und Bänder:

Man beachte die schöne Milchstraße! Dunkelheit ist natürlich eine wichtige Voraussetzung für die Polarlichtbeobachtung.

Es ist einfach faszinierend, so eine Wirbelbildung zu beobachten. Das(Polar-)Licht war so hell, dass der Schnee grünlich schimmerte.

Und nun das krönende Finale (Coronen und Vorhänge), dargestellt auf zwei Panoramen:

 

 

 

 

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