Projekt 365 Tage – 365 Fotos (7. März 2014)

Mein am 1. Januar 2014 begonnenes Projekt „365 Tage – 365 Fotos“ läuft nun bereits den dritten Monat und es ist an der Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Für mich fällt diese durchweg positiv aus. Manchmal war es nicht einfach, mein Bild des Tages zu finden, öfter hatte ich jedoch die ebenso schwierige Situation, unter mehreren „Kandidaten“ entscheiden zu müssen. Am schönsten waren die Tage, an denen mir die Motive wie ein überraschendes Geschenk zuflogen – beispielsweise der Container mit den ausrangierten Ordnern, der eine halbe Stunde später bereits wieder verschlossen war und seinen Inhalt vor neugierigen Blicken verbarg.

Sehr befreiend erlebte ich, das fotografieren zu können, was ICH wollte. Anscheinend hatte ich mir in der jüngeren Vergangenheit zu sehr den Blick auf die Bildagentur-Tauglichkeit und das Verkaufspotential eines Bildes angewöhnt. So tat es beispielsweise in der bisher eher dunklen Jahreszeit ausgesprochen gut, mit ISO 3200 oder gar 6400 einfach drauflos zu fotografieren, anstatt ein Stativ (eher nicht) dabei zu haben. Dafür hat das ständige Dabeihaben der Kamera seine Vorteile und ich liebe die Sony NEX7 dafür, dass sie so tragbar ist.

Inhaltlich sind es hauptsächlich Motive, die mir in meinem Alltag begegnet sind oder ihn dokumentieren, die – wie der Alltag auch – oft unspektakulär, aber trotzdem schön sind. Ich versuche, das Thema „Wetter“ und „Jahreszeiten“ nicht über zu strapazieren, stelle aber fest, wo ich jetzt wieder regelmäßiger mit dem Fahrrad unterwegs bin, dass ich für diese Kleinigkeiten doch offener bin und unmittelbarer erlebe, wie schnell sich die Natur nach dem Winter verändert. Außerdem konnte ich so auch wunderbar mein neues Makro-Objektiv testen (erstanden am Potsdamer Platz mit 15% Berlinale-Rabatt – Danke für diesen Tipp, Siegfried).

Mein Hauptziel, tatsächlich jeden Tag ein Bild zu machen und zu bearbeiten, habe ich ohne Ausnahme erreicht. Ich hatte mir auch fest vorgenommen, nicht zu schummeln. Mein weiteres Ziel, das Foto auch am gleichen Tag hoch zu laden, leider nicht. Das lag aber nicht an mir, sondern war der Tatsache geschuldet, dass es in Deutschland tatsächlich Gegenden ohne datentransportfähigen Handyempfang und ohne erreichbaren Internetzugang gibt. So kamen die täglich entstandenen Fotos aus dem Bayrischen Wald erst nach meiner Rückkehr auf die Seite. Da die Seite zu der Zeit aber noch gar nicht veröffentlicht war, hat es außer mir sowieso niemand gemerkt…

Fazit: Das Projekt macht mir nach wie vor Spass und es geht unverändert weiter!

 


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